Gleichstellungsstelle
Bild: Marlene Isenmann-Emser, Gleichstellungsbeauftragte
Herzlich willkommen auf den Seiten der Gleichstellungsstelle der Stadt Kaiserslautern!
Dienstlich ist die Gleichstellungsstelle dem Dezernat I der Stadtverwaltung Kaiserslautern zugeordnet und direkt dem Oberbürgermeister unterstellt.
Die vielfältigen Aufgaben der Gleichstellungsarbeit im externen Bereich beinhalten zum Beispiel: Sprechstunden für Bürgerinnen und Bürger, die Zusammenarbeit mit Institutionen und Verbänden, die Ausschussarbeit und die Planung und Umsetzung von Projekten und Veranstaltungen.
Die Chancengleichheit für Frauen und Männer, im Grundgesetz verankert, erfährt seit 1999 durch die Vereinbarungen aus dem Amsterdamer Vertrag eine zusätzliche europäische Wertigkeit.
Die kommunale Selbstverwaltung verpflichtet sich im Art. 2 Abs.6 der GemO (Gemeindeordnung) zur Umsetzung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der Kommune. Dieses wird durch die Einrichtung von Gleichstellungsstellen mit hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten verbindlich geregelt.
Im öffentlichen Dienst wirkt das 1995 in Kraft getretene Landesgleichstellungsgesetz der Benachteiligung von Frauen entgegen. Auch hier ist die Gleichstellungsstelle zuständig.
Wir alle wissen, dass die Gleichberechtigung von Frauen und Männern zum Beispiel bei der Teilhabe gut dotierter Arbeitsplätzen, der Bezahlung bei gleichwertiger Arbeit und in Leitungsfunktionen noch erhebliche Defizite zu Lasten der Frauen aufweist.
Der hohe Anteil von Frauen in Teilzeitarbeit, geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen und der Elternzeit führen zu unzureichender Altersversorgung und geringeren Renten.
Die mangelnden Kinderbetreuungsangebote durch Krippen und Horte, die vorwiegend Mütter treffen, erschweren diesen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Das hat auch zur Folge, dass dieses wiederum auf Kosten der beruflichen Laufbahn von Frauen geht.
Hier ein paar Zahlen, die diese Aussagen unterlegen:
Mit nur 8 - 10 % stellt sich der Anteil der Frauen in leitenden Funktionen in öffentlichen Verwaltungen, der Wirtschaft und den Hochschulen nur gering dar. Mit nur 13 % sind Frauen in den zukunftsorientierten IT-Berufen (IT Informations- und Telekommunikations-Berufen) zu finden: Immer noch erhalten Frauen geringere Löhne für gleichwertige Arbeit. Nur 2 % der Väter sind bereit die Erziehungszeit zu teilen und nur etwa 5% der Männer arbeiten in Teilzeit, davon ein großer Teil in Altersteilzeit.
Verantwortlich dafür sind vorwiegend immer noch rollenspezifische Zuordnungen, zum Beispiel in typische, geringer dotierte Frauenberufe, fehlendes partnerschaftliches Teilen der beruflichen und familiären Aufgaben zwischen Frauen und Männern und fehlende Rahmenbedingungen wie flexible Arbeitszeiten und Kinderbetreuungsangebote, die den neuen Arbeitsmärkten und Arbeitszeiten gerecht werden. Allerdings kommt mit dem "Familienbündnis" und "Elterngeld" neue Bewegung in unsere Arbeit.
Es liegt trotzdem noch ein Stück Weg vor uns, dem Ziel der Chancengleichheit näher zu kommen!
Die Gleichstellungsstelle wirkt über Projekte, Angebote und Frauen- und familienpolitische Arbeit im Sinne einer partnerschaftlichen Chancengleichheit für Frauen und Männer - und ist Ansprechpartnerin sowohl innerhalb der Stadtverwaltung wie auch in der Kommune Kaiserslautern.
Helfen dabei können auch Sie, wenn Sie Vorschläge und Anregungen oder auch Fragen zu Gleichstellung und Chancengleichheit stellen oder einbringen. Wir werden Sie jedenfalls regelmäßig über unsere Arbeit und Projektentwicklungen informieren.
Wir laden Sie herzlich dazu ein!
Gleichstellungsstelle
Sie erreichen uns:
Gleichstellungsstelle
Marlene Isenmann-Emser
Willy-Brandt-Platz 1
67653 Kaiserslautern
Telefon: 0631 365 2350
Telefax: 0631 365 2339