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Luchsbesuch am Betzenberg

Am Wochenende hat Luchs Lucky die beiden Gehegeluchse Chiara und Cofu im Wildpark Betzenberg besucht.

Kaiserslautern, 07.02.2019

Die Ranzzeit (Paarungszeit) der Luchse hat bereits begonnen. Kuder Lucky hat auf der Suche nach einer Partnerin die Luchsin Chiara entdeckt, die im Wildgehege Betzenberg lebt. Am Freitagmittag fiel dem Chef-Tierpfleger Bruno Walzer auf, dass drei anstatt zwei Luchse im Gehege saßen. Lucky gelangte über den Zaun in das Gehege und lag in der Nähe von Chiara, als er entdeckt wurde.

Bruno Walzer informierte umgehend das Luchsteam der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz, welches sich schnellst möglichst die Situation im Gehege anschaute. Ein Versuch Lucky durch ein geöffnetes Tor nach draußen zu lassen, schlug fehl. Da es bereits dunkel wurde, plante das Luchsteam den Fang von Lucky für den nächsten Morgen.

Am Samstag konnte Lucky immobilisiert werden. Es wurde ein Gesundheitscheck durchgeführt und das Luchsteam legte Lucky ein neues GPS-Halsband an, da die Batterie von seinem alten Halsband sich dem Ende näherte. Mit Hilfe des Halsbandes können die Bewegungen des Luchses begleitet, wichtige Daten zur Lebensweise erfasst und auch das Beutespektrum ermittelt werden. Die GPS-Halsbänder haben in der Regel eine Akkulaufzeit von 1-2 Jahren und sind mit einer Sollbruchstelle versehen, damit sie nach ca. 2-3 Jahren von selbst abfallen.

Lucky wurde im Anschluss in seinem Revier wieder frei gelassen.

 

Hintergrund

Mithilfe des europäischen Förderprogramms LIFE-Natur führt die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz mit ihren Projektpartnern Landesforsten Rheinland-Pfalz, SYCOPARC in Frankreich sowie dem WWF das Projekt zur Wiederansiedlung der Luchse durch. Das Vorkommen kann zum Schutz und Erhalt einer Art beitragen, die in Europa nur mehr in wenigen Rückzugsgebieten vorkommt und in Zentral- und Westeuropa als gefährdet einzustufen ist. Das Projekt ist im Januar 2015 gestartet. Die Umsetzung der Maßnahmen ist über einen Zeitraum von sechs Jahren (bis 2020) vorgesehen. Naturschutzexperten der International Union for the Conservation of Nature (IUCN) haben die Konzeption geprüft und sehr positiv bewertet. Die Wiederansiedlung der Luchse wird mit 50% durch das EU LIFE-Programm gefördert und hat ein Gesamtvolumen von 2,75 Mio. €. Neben der Stiftung und ihren Projektpartnern beteiligen sich das Land Rheinland-Pfalz, die Deutsche Wildtier Stiftung, die Landesverbände von NABU und BUND, die HIT Umweltstiftung sowie weitere Förderer an der Finanzierung des Vorhabens. Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz unterhält ein Projektbüro in der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF) in Trippstadt.

Mehr Informationen zum LIFE Luchs Projekt Pfälzerwald der Stiftung und ihren Projektpartnern gibt es im Internet unter http://www.luchs-rlp.de.

 

Kontakt

Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz

Projektbüro LIFE Luchs

Michael.back@snu.rlp.de

Tel. 06306 – 911 152



Luchs Lucky kurz nach seiner erneuten Freilassung
Luchs Lucky kurz nach seiner erneuten Freilassung © SNU RLP / Annina Prüssing.

Autor/in: Annina Prüssing - Pressestelle
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