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    20. Sep. 2018
Kaiserslauterns Rathaus und Stifstkirche von oben
Frauen

Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist eines der großen Themen unserer Zeit, weil Frauen in der gesellschaftlichen Wirklichkeit noch immer auf vielerlei Weise benachteiligt sind. Und das, obwohl Frauen und Männer nach dem ersten Satz des Grundgesetzes (GG), Artikel 3, Absatz 1 bereits gleichberechtigt sind.

Dieses verbriefte Recht führt zunehmend zu Diskussionen, ausgedrückt in Form von unterschiedlichen Fragestellungen und Aussagen. Einige sind hier beispielhaft angegeben: Ist denn Frauenförderung überhaupt noch zeitgemäß und notwendig? Müssen Frauen denn immer bevorzugt werden? Frauen sind doch schon überall präsent. Es gibt doch gar keine Diskriminierung von Frauen mehr. Das Ziel der Gleichberechtigung ist doch schon lange erreicht usw. Hier ist klar zu sagen: Gleichberechtigung steht zwar auf dem Papier, aber sie ist keine Wirklichkeit.

 

Tatsache ist, dass sich auch noch aktuell strukturelle Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern mühelos aufzählen lassen:

  • Kaum Besetzung von Spitzenpositionen
  • Höchste Erbringung unentgeltlicher Arbeitsstunden trotz besserer Schulabschlüsse
  • Geringere Chancen einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz zu erhalten
  • Untergeordnete Stellung in Wirtschaft und Arbeit
  • Unerhebliche Rolle in Kultur und Wissenschaft
  • Unterrepräsentanz im öffentlichen Leben wie etwa in Führungspositionen und Leitungsgremien
  • Weniger Entgelt für Erwerbsarbeit
  • Geringe Partizipationsmöglichkeiten in Verbänden, Parteien und Parlamenten
  • Viele Ungerechtigkeiten mehr

 

Das bedeutet, dass trotz ständigem Gerede von einer erreichten Gleichheit der Geschlechter und auch einiger festzustellender Erfolge wie beispielsweise die Einführung von Quoten und Väterzeit, es noch viel zu tun gibt, damit die tatsächliche Gleichstellung von Frauen erreicht ist. Im Ergebnis muss sich die Erfahrung von Gleichstellung spürbar durch den Alltag ziehen. Oder anders ausgedrückt muss „die noch immer männlich geprägte Sichtweise der Gesellschaft“ (Grimm 2001), in der die Verdienste von Frauen häufig weniger hoch bewertet werden, ein Ende haben. Und  vielleicht muss sich die Tendenz vieler Frauen, gerade die eigenen Leistungen oft  „im Verborgenen“ zu lassen, ins Gegenteil verkehren.

 

Zur Erreichung der tatsächlichen Gleichberechtigung ist Gleichstellungsarbeit auf allen Ebenen nötig. Der Gleichstellungsbegriff selbst weist auf ein formal-rechtliches Ansinnen hin. „Denn Gleichstellung suggeriert Angleichung (und meint dies im rechtlichen Sinne auch) an männliche Privilegien, oder besser gesagt: an männliche Normalitäten“ (Daigler et al. 2003).

Standort
Gleichstellungsstelle
Willy-Brandt-Platz 1
67657 Kaiserslautern
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