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    16. Jul 2019
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Blutkrebs (Leukämie)
Informationen zur Krankheit / Behinderung
Beschreibung
Der Begriff „Leukämie“ steht für eine Gruppe von Krebserkrankungen des blutbildenden Systems, die sich bezüglich Häufigkeit, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten und Heilungsaussichten zum Teil stark voneinander unterscheiden. Eine Leukämie ist in der Regel durch eine stark erhöhte Zahl weißer Blutkörperchen im Blut gekennzeichnet.
Leukämien entstehen, wenn der normale Reifungsprozess der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) im Knochenmark oder Lymphsystem durch eine Fehlschaltung bestimmter Kontrollgene unterbrochen ist. Anstelle von reifen, das heißt vollständig entwickelten und somit funktionstüchtigen weißen Blutkörperchen entstehen mehr oder weniger unausgereifte weiße Blutkörperchen. Diese Zellen sind in der Regel nicht funktionsfähig und haben zudem die Eigenschaft, sich rasch und unkontrolliert zu vermehren. Sie verdrängen dadurch zunehmend die normale Blutbildung im Knochenmark, so dass gesunde weiße Blutkörperchen sowie rote Blutkörperchen und Blutplättchen nicht mehr im notwendigen Umfang gebildet werden.

Im Wesentlichen unterscheidet man die folgenden vier Leukämiearten:
- Akute myeloische Leukämie (AML)
- Akute lymphatische Leukämie (ALL)
- Chronisch myeloische Leukämie (CML)
- Chronisch lymphatische Leukämie (CLL)

Neben diesen vier Hauptformen gibt es noch Vorstufen von Leukämien, die so genannten myelodysplastischen Syndrome (MDS). MDS können in eine akute Leukämie übergehen. Diese Krankheitsbilder sind aber sehr selten.

Leukämien sind im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen relativ selten. In der Bundesrepublik Deutschland machen sie etwa drei Prozent aller Tumorerkrankungen aus.
Pro Jahr erkranken in Deutschland etwas mehr als 9.200 Menschen an Leukämien, davon etwa 15 Prozent an einer CML, etwa doppelt so viele an einer CLL und ungefähr 50 Prozent an den akuten Formen ALL und AML.

Fast drei Viertel aller Leukämiepatienten sind zum Zeitpunkt der Diagnose über 60 Jahre alt. Männer erkranken an Leukämie etwas häufiger als Frauen. 500 bis 600 der Patienten sind Kinder unter 15 Jahren.
Die akute lymphatische Leukämie (ALL) tritt am häufigsten bei Kindern und jungen Erwachsenen auf. Sie ist außerdem die häufigste Leukämieform und die häufigste Krebsart bei Kindern. Besonders oft betroffen sind Kinder im Alter von drei bis sieben Jahren.
Die akute und die chronisch myeloische Leukämie (AML und CML) treten besonders oft bei Erwachsenen im mittleren Lebensalter auf, während die chronisch lymphatische Leukämie (CLL) vor dem 50. Lebensjahr selten ist.


Symptome
Symptome, die für eine Leukämieerkrankung typisch sind, gibt es nicht. Es gibt jedoch eine Reihe von Warnsignalen oder Beschwerden, die auf eine Leukämieerkrankung hinweisen können. Sie können je nach Leukämieart variieren oder verschieden stark ausgeprägt sein.

Allgemein gilt, dass Beschwerden bei akuten Leukämien meist unvermittelt, das heißt aus scheinbar völliger Gesundheit heraus, auftreten. In der Regel gehen akute Leukämien mit schweren Krankheitssymptomen und Fieber einher. Chronische Leukämien beginnen dagegen immer schleichend. Der Betroffene bemerkt oft lange Zeit nichts und fühlt sich in seinem Alltag gar nicht oder nur wenig gestört.

Folgende Beschwerden können Anzeichen einer Leukämie sein:
Auffällige Hautblässe; schweres Krankheitsgefühl, Fieber, häufig mit einer hartnäckigen Infektion einhergehend; Blutungsneigung, z.B. in Form von Nasen- oder Zahnfleischbluten, Blutergüssen und blauen Flecken; Anämie (Blutarmut); infolgedessen Leistungsabfall, Müdigkeit/Abgeschlagenheit; Atemnot auch bei nur mäßiger körperlicher Belastung; Schwindel, Nachtschweiß; Knochenschmerzen; Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust; Blutungen, die sich schwer stillen lassen (z.B. nach Zahnarztbesuch) oder winzige punktartige Blutungen, vor allem an Armen und Beinen; Erhöhte Infektneigung , Hautveränderungen bis hin zu Ausschlägen; Geschwollene Lymphknoten, etwa am Hals, in den Achselhöhlen oder in der Leiste; Vergrößerte Milz; Vergrößerte Leber



Vereine

Kontaktaufnahme mit dem Landes- oder Bundesverband
Verbandsadresse
Krebsgesellschaft Rheinland-Pfalz e.V.
Löhrstraße 119

56068 Koblenz


Kontaktdaten
Telefon: 0261 98865- 0

Fax: 0261 98865- 29

Internet: www.krebsgesellschaft-rlp.de



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Benzinoring 1
Rathaus Nord, Gebäude C, 4. OG
67657 Kaiserslautern
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