Rathaus und Rathausvorplatz von oben
Welt-Alzheimertag 2019: Viele Aktionen geplant

Netzwerk Demenz von Stadt und Landkreis stellt Aktionstage vor

Kaiserslautern, 08.08.2019

Demenzielle Erkrankungen gehören zu den häufigsten und folgenreichsten psychischen Erkrankungen im Alter. Um auf die Situation der Demenzkranken und ihrer Familien hinzuweisen, findet alljährlich am 21. September der Welt-Alzheimertag statt. Deutschlandweit organisieren örtliche Alzheimer-Gesellschaften, Selbsthilfegruppen und regionale Netzwerke rund um dieses Datum Vorträge, Tagungen, Veranstaltungen oder Gottesdienste – so auch in Kaiserslautern das im Jahre 2003 auf Initiative des städtischen Sozialreferats gegründete Netzwerk Demenz.

Vom 15. August 2019 bis zum 30. August 2019 kann im Foyer des Rathauses Kaiserslautern die Foto-Ausstellung „Was heißt schon alt?“ besichtigt werden. Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Altersbilder“ konzipierte Foto-Ausstellung ermöglicht einen Blick auf die große Bandbreite des Alters respektive des Alterns, denn das Älterwerden hat viele Gesichter, Facetten und Lebensentwürfe. Gerade auch junge Menschen sollen angeregt werden, ihr Bild vom Alter zu überprüfen. Zudem sind realistische Altersbilder eine zentrale Grundlage für das gegenseitige Verständnis und dienen auch dem Zusammenhalt der Gesellschaft. Eröffnet wird die Ausstellung am 15. August um 17 Uhr durch Rose Götte, Landesministerin a.D. sowie Gründerin einer Tagesstätte für Demenzerkrankte in Kaiserslautern.

Begleitend zur Ausstellung hat das Netzwerk Demenz ein interessantes Rahmenprogramm zusammengestellt: Unter dem Motto „Kleines Kino im großen Ratssaal“ wird der große Ratssaal im Rathaus Kaiserslautern mal nicht Schauplatz der Kommunalpolitik sein, sondern als Kinosaal, Vortragsraum und Diskussionsforum dienen. Los geht es am Dienstag, 20. August 2019 um 18.00 Uhr mit dem Film Early Birds. Im Anschluss wird Professor Georg Adler, Leiter des Instituts für Studien zur psychischen Gesundheit in Mannheim und Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Rheinland-Pfalz, in einem interessanten Vortrag über „Neue medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten der Alzheimer Krankheit“ informieren und auch für Fragen zur Verfügung stehen.

Weiter geht es am Donnerstag, 22. August 2019 um 18 Uhr, mit dem Film „Alter Knacker“. Im Anschluss an den Film wird Kriminalhauptkommissar Alois Wirtz vom Beratungszentrum des Polizeipräsidiums Westpfalz zum Thema „Einbruchschutz“ referieren und zeigen, wie man sich vor den „Harrys“ dieser Welt und gegen Einbruch schützen kann.

Am 27. August 2019 um 18 Uhr endet die kleine Reihe mit dem Film „Das Ende vom Lied“, einer Dokumentation über den Großvater der Filmemacherin Julia Küllmer. Direkt anschließend an den etwa 40-minütigen Film wird eine hochkarätig besetzte Gesprächsrunde über den Film diskutieren. Neben der extra aus Hamburg angereisten Filmemacherin werden Nicole Thiemer vom Fachbereich Philosophie der TU Kaiserslautern und Rose Götte teilnehmen. Moderiert wird die Runde, an der sich auch die Besucherinnen und Besucher gerne aktiv beteiligen können, von Patrick Landua von der LZG Rheinland-Pfalz.

Neben dem Rahmenprogramm zur Ausstellung gibt es im August und September noch eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen im Rahmen der Aktionstage Demenz 2019. In der Volkshochschule finden am 16. August 2019 der Workshop für Großeltern und am 28. August der Fachtag „Marte Meo“ sowie der Workshop „Bewegung aktiv!“ statt. Alexander Jatzko, Chefarzt der Psychosomatik am Westpfalz-Klinikum Kaiserslautern, referiert am 16. September im DRK-Zentrum in Landstuhl zum Thema ‚Pseudodemenzen – die maskierte Depression‘. Zum Abschluss der Aktionstage findet am 27. September um 11 Uhr ein Ökumenischer Gottesdienst im Bistumshaus statt. Mit Ausnahme des Fachtags „Marte Meo“ ist der Eintritt zu allen Veranstaltungen frei.

„Unser Anliegen ist es, die Gesellschaft für diese folgenschwere Erkrankung zu sensibilisieren“, so Gerhard Heinelt, der die Stadt Kaiserslautern im Netzwerk Demenz vertritt. „Wir müssen uns damit anfreunden, dass es immer mehr Erkrankte geben wird. Die gesamte Gesellschaft ist hier gefordert, diese Menschen und ihre Angehörigen nicht auszugrenzen“, erklärt Heinelt. Auch Heiko Becker, der zuständige Sozialplaner des Landkreises, sieht hier eine wichtige soziale und interkommunale Aufgabe, um im gemeinsamen Netzwerk bei der Auseinandersetzung mit der Volkskrankheit Nr.1 hilfestellend die notwendige Unterstützung zu geben.

Ausführliche Informationen zu den Aktionen rund um den Welt-Alzheimertag finden alle Interessierte auch beim Netzwerk Demenz.



© Stadt Kaiserslautern

Autor/in: Pressestelle
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