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    18. Feb. 2019
Kaiserslautern bei Nacht
Erfahrungsbericht Tokyo 2018

Direkt nach unserer Ankunft am 18. Juli 2018 am Flughafen Haneda wurden wir sehr herzlich von den Betreuern des Austauschs in Empfang genommen. Auch später beim ersten Zusammentreffen mit meiner Gastfamilie wurde die enorme Gastfreundschaft deutlich. Obwohl ich mir zu Anfang die Frage gestellt hatte, wie denn die Begrüßung ablaufen würde (ob Händeschütteln oder Verbeugung nötig wären), war jede Sorge unberechtigt. Alles lief überhaupt nicht kompliziert oder distanziert ab, so wie ich das im Vorhinein befürchtet hatte. Meine Gastfamilie und alle Mitglieder der anderen Gastfamilien, die ich kennenlernen durfte, waren äußerst zuvorkommend und so bemüht, uns allen einen erinnerungswürdigen und perfekt auf unsere Vorstellungen angepassten Aufenthalt zu ermöglichen. Dafür wurden weder Kosten noch Mühen gescheut; meine Gastmutter nahm sich sogar freie Tage, um sich um mich kümmern zu können, während meine Austauschpartnerin wie in Japan üblich selbst in den Ferien zur Schule musste. So konnte ich jeden Tag etwas Tolles erleben; seien es die kulturellen Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten zu entdecken oder einfach nur das alltägliche Leben einer Familie in Tokyo! Kein einziger Tag war langweilig oder zu vollgepackt; alles wurde genau auf meine Bedürfnisse angepasst.

Die Sprache, um die ich mich vorher am meisten gesorgt hatte, da ich nie Japanisch gelernt habe, war überhaupt kein Problem. Mit meiner Austauschschülerin gab es ohnehin nie Probleme mich zu verständigen und auch die Eltern haben so gut Englisch gesprochen, dass man sich gut auf alltäglicher Basis unterhalten konnte. Abends haben wir dann in der Gastfamilie oft lange über Deutschland oder die japanische Kultur geredet, über Sport und Politik; kurz gesagt haben wir als Familie tolle und spannende Gespräche über alles und jeden geführt, die mich sehr haben wohlfühlen lassen. Generell wurde ich wie ein eigenes Kind der Familie behandelt, ich durfte beim Einkaufen helfen genauso wie beim Kochen, was mir insofern sehr gut gefallen hat, dass ich das Alltagsleben der Familie miterleben durfte.
Auch ein Thema, über das ich mir am Anfang Gedanken gemacht hatte, war das Essen. Generell ist das Essen dort schon anders als hier in Deutschland, als Vegetarier war ich vor allem wegen viel Fisch oder Fleisch unsicher. Aber auch das war nie ein Problem, es wurde in der Gastfamilie sehr gut gekocht, manchmal sogar extra für mich. Im Nachhinein war, dass mir das Essen so unerwartet gut geschmeckt hat, eine der bahnbrechendsten und überraschendsten Erfahrungen, die ich in Japan machen durfte. Natürlich muss man auch manchmal so offen sein und einfach Dinge probieren, die man auf dem ersten Eindruck vielleicht nicht essen würde und die dort Spezialitäten sind! Aber das machte auch die Spannung aus und die Erfahrung komplett.

Insgesamt muss ich sagen, dass ich nicht eine negative Erfahrung in Tokyo gemacht habe und jedem, der die Möglichkeit hat, diesen Austausch zu machen, empfehle, sich unbedingt auf dieses spannende Abenteuer einzulassen. Ja, Vieles ist anders und auch neu, aber wenn man sich darauf einlässt, ist es am Ende eine so horizonterweiternde Erfahrung, dass man die Einladung, noch einmal hinzufliegen, die man garantiert von der Gastfamilie erhält, gerne sofort realisieren würde! Denn die Menschen dort sind, obwohl die Kultur anders ist, so herzlich und auch so interessiert an allem, was man zu erzählen hat, dass sich ein Aufenthalt in Japan nur lohnen kann. Ich persönlich bin sehr dankbar, dass mir dies durch die Städtepartnerschaft ermöglicht wurde, vor allem, da man solche Einblicke in die Stadt zwischen Tradition und Moderne genauso wie die Kontakte zu Einheimischen als regulärer Tourist niemals erleben würde.

Ob der Austausch speziell Auswirkungen auf meine Berufswahl hatte, kann ich noch nicht genau festmachen, da ich schon immer sehr sicher war, Medizin zu studieren. Was ich aber definitiv sagen kann, ist, dass ich nun auf jeden Fall vorhabe, Japanisch an der Uni zu lernen, weil sich mein Interesse in Sprachen jetzt noch intensiviert hat. Vielleicht ist sogar beruflich eine Kombination der Medizin und der Sprache möglich.

Noor Hourmant

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