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Sicherheit in Kaiserslautern

Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2013 für das Polizeipräsidium Westpfalz

Kaiserslautern, 13.03.2014

Mit einer hohen Aufklärungsquote, einer rückläufigen Straftatenentwicklung und einer erfolgreichen Kriminalprävention setzte sich der positive Sicherheitstrend im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Westpfalz auch 2013 fort.


Bils (v.l.): Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt, Polizeipräsident Wolfgang Erfurt, Polizeidirektor Franz-Josef Brandt und Kriminaldirektor Dieter Moll. © PP Westpfalz

Insgesamt wurden in der Westpfalz letztes Jahr 31.868 Straftaten registriert, das sind 184 weniger als im Jahr 2012 und entspricht einem Rückgang von 0,6 Prozent. Das Gesamtstraftatenaufkommen im letzten Jahr ist das niedrigste innerhalb der letzten zehn Jahre. Bei der Betrachtung der Gesamtkriminalität dominieren weiterhin die Diebstahlsdelikte mit einem leicht gestiegenen Anteil von 37 Prozent. Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen (13.090) ist im Vergleich zu 2012 um 0,9 Prozent gestiegen, davon waren 9.677 (73,9 Prozent) männlich und 3.413 (26,1 Prozent) weiblich.

Die Aufklärungsquote konnte trotz leichtem Rückgang von 1,0 Prozent weiterhin auf hohem Niveau gehalten werden und liegt mit 61,4 Prozent über dem Landesdurchschnitt (60,9 Prozent). Polizeipräsident Wolfgang Erfurt stellte zu Beginn der gestrigen Pressekonferenz die gute Jahresbilanz seiner Behörde heraus. "Ein bemerkenswertes Jahresergebnis, das meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter trotz hoher Arbeitsbelastung und der Rahmenbedingungen, die ich ja kenne, erzielt haben", lobte der Behördenleiter. Im Einzelnen stellte er die einzelnen Entwicklungen in den verschiedenen Deliktsbereichen vor.

Herausragende Kriminalitätsfälle und -entwicklungen wurden von dem Leiter der Kriminaldirektion Kaiserslautern, Kriminaldirektor Dieter Moll, kommentiert. So ist entgegen dem Landestrend ein starker Rückgang der Wohnungseinbrüche zu verzeichnen. Die Aufklärungsquote mit 26,4 Prozent bewegt sich hier auf sehr hohem Niveau. Bei den Körperverletzungsdelikten ist ein erneuter Rückgang zu verzeichnen; der niedrigste Stand im Mehrjahresvergleich. Dagegen sind Diebstähle unter erschwerenden Umständen aus Dienst-, Büro- und Fabrikationsräumen um 21,6 Prozent stark angestiegen. Die Aufklärungsquote hat sich in diesem Deliktsbereich ebenfalls erhöht. Ebenso ist die Rauschgiftkriminalität angestiegen. Das Entdecken von sogenannten "Indooranlagen" zur Aufzucht von Cannabispflanzen hat 2013 vermehrt zugenommen.

Zur Kriminalitätslage und zu polizeilichen Präventionsmaßnahmen für den Bereich der Stadt Kaiserslautern informierte der Leiter der Polizeidirektion Kaiserslautern, Polizeidirektor Franz-Josef Brandt. So ist im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang der registrierten Straftaten von 13.056 auf 12.852 zu verzeichnen. Ein deutlicher Anstieg ist im Bereich der schweren Diebstähle in der Stadt festzustellen, und zwar um 522 Fälle, was einem Anstieg von 33,1 Prozent entspricht. Weitere Ausführungen machte er zum Präsenz-und Präventionskonzept Altstadt, zum Thema "Opferschutz" und zur Präventionskampagne BOB, einer Aktion gegen Alkohol im Straßenverkehr (http://www.aktion-bob.de/).

"Es ist heute ein besonderer Termin, denn die Stadt Kaiserslautern ist hochrangig und kompetent vertreten und wird Gelegenheit erhalten, auch zur Sicherheit in der Stadt Kaiserslautern differenziert Stellung zu beziehen", mit diesen Worten hatte der Polizeichef die Bürgermeisterin Dr. Susanne Wimmer-Leonhardt, Elfriede Day, Leiterin des Kommunalen Vollzugsdienstes, und den Referatsleiter für "Recht und Ordnung", Rainer Wirth, begrüßt.

Es sei das erste Mal, dass die Stadt auch eingeladen sei - dies sei Ausdruck einer sehr guten Zusammenarbeit, konstatierte die Bürgermeisterin. Eine erfolgreiche Zusammenarbeit gebe es bereits in der "SiKA" (Initiative Sicheres Kaiserslautern) des Kriminalpräventiven Rates. Mehrere Arbeitskreise und auch die Kinderunfallkommission KUK seien aus diesem Netzwerk von Polizei, städtischen Referaten, Staatsanwaltschaft, Vertretern der Wohlfahrtsverbände und Kirchen gebildet worden. Weitere SiKa-Initiativen seien geplant, so beispielsweise das Beratungsangebot für ältere Menschen zu erhöhen oder die Kampagne "Ausgehen in Kaiserslautern - aber sicher!" wieder aufleben zu lassen. Die Bürgermeisterin führte aus, dass einhergehend mit der Aufhebung der Sperrzeit und dem geänderten Freizeitverhalten der Kommunale Vollzugsdienst vor große Herausforderungen gestellt werde. Insgesamt habe das Ordnungsamt fünfzig Themengebiete abzudecken.

Der Referatsleiter für "Recht und Ordnung", Rainer Wirth, gab Einblicke in Personalstärke, beispielsweise fünfzehn uniformierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst, und Arbeitsstruktur. Die Leiterin des Kommunalen Vollzugsdienstes, Elfriede Day, machte darauf aufmerksam, dass 2013 insgesamt 7.900 Sachverhalte bearbeitet worden seien. Sie erklärte, dass es Aufgaben- und Themengebiete in ihrem Zuständigkeitsbereich gebe, die das Sicherheitsgefühl der Bürger beeinträchtigen. Dazu gehören beispielsweise das Urinieren in der Öffentlichkeit oder auch das Betteln.



Autor/in: Pressestelle
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