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    23. Mär. 2019
Hilfe mit Tradition<br> Kaiserslautern barrierefrei erleben
Wohnungsbauförderung - Rheinland-Pfalz

Das Land Rheinland- Pfalz fördert über die landeseigene Investitions- und Strukturbank (ISB) eine Vielzahl von Programmen zur Wohnungsbauförderung.

Unterstützt werden unter anderem der Erwerb und Bau von Wohnraum, die Schaffung von Mietwohngebäuden die Modernisierung, hochenergieeffiziente Sanierung oder Neubau und die Förderung von Wohngruppen.

Spezielle bauliche Maßnahmen, die ein barrierefreies oder behindertengerechtes Wohnen ermöglichen, werden im Rahmen des Modernisierungsprogramms gefördert.

Modernisierungsprogramm

Förderfähige Maßnahmen liegen vor, wenn durch bauliche Maßnahmen eine Wohnung barrierefrei oder behindertengerecht gestaltet wird.
 
Dazu zählen beispielsweise:
  • der Einbau einer Rampe für Rollstuhlfahrer
  • breitere Türen
  • der Einbau eines Treppenlifts
  • die Installation eines Aufzuges
  • der Einbau einer bodengleichen Dusche
und sonstige Maßnahmen, die einer barrierefreien Zugänglichkeit dienen.
 
Neben der barrierefreien Bauweise wird auch die Hausautomatisierungstechnik gefördert.
 
Förderfähig können sein:
  • elektrische Rollläden
  • Zentralschalter für das Abschalten von Lichtquellen
  • Sensorgesteuerte Türen
sowie die für die individuelle Steuerung notwendigen Tablet PCs.
Einen abschließenden Katalog der förderfähigen Maßnahmen finden Sie im Internetauftritt der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (siehe unten).
 
Diese baulichen Maßnahmen, dies gilt sowohl beim Darlehen als auch bei der Zuschussvariante, sollten den Vorgaben der DIN 18025 Teil 2 bzw. deren Folgevorschriften DIN 18040 Teil 2 entsprechen.
 
Gefördert wird durch ein
  • zinsverbilligtes Darlehen der Hausbank in Höhe von bis zu 460 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche
oder alternativ durch einen
  • Investitionszuschuss für bestimmte bauliche Maßnahmen.
  • Der Zuschuss beträgt 25 % der förderfähigen Kosten von max. 10.000 EUR je Wohnung. Der maximale Zuschuss pro Förderempfänger beträgt 2.500 EUR. Es müssen jedoch mindestens förderfähige Kosten in Höhe von 2000 Euro je Wohnung anfallen.
Der Zuschuss ist nicht zurückzuzahlen!
 
Anspruchsberechtigte für dieses Programm sind nicht nur Eigentümer von selbst genutztem Wohneigentums sondern auch Vermieter und Investoren.
 
Eine Förderung von selbst genutztem Wohneigentum ist an bestimmte Einkommensgrenzen des Wohnraumförderungsgesetzes (§ 9 WoFG) gebunden.
Diese sind abhängig von
  • Haushaltsgröße,
  • Anzahl der Kinder
  • Vorliegen von Schwerbehinderteneigenschaften von Haushaltsmitgliedern, etc.
Für Menschen mit einer Schwerbehinderung werden eventuell Frei- und Abzugsbeträge bei der Berechnung der Einkommensgrenzen gewährt (§ 24 WoFG).
Diese sind abhängig vom Grad der Behinderung (GdB) und / oder dem Vorliegen einer Pflegestufe.
 
Geförderte Mietwohnungen sind für einen Zeitraum von zehn Jahren an eine Mietobergrenze gebunden.
 
Die Anträge auf Förderung (Eigentum/ Mietwohnungen) stellen Sie vor Beginn der Modernisierungsarbeiten bei der Stadtverwaltung Kaiserslautern.
Hier erhalten Sie auch eine eingehende Beratung (siehe unten).
 

TIPP:

Die soziale Wohnraumförderung ist eine freiwillige Leistung des Landes Rheinland-Pfalz. Es besteht kein Rechtsanspruch auf Bewilligung.
 
Die eingehenden Anträge werden bei Vorlage der Voraussetzungen so lange - nach dem Datum der Antragstellung - bewilligt, bis das Kontingent ausgeschöpft ist.
Deshalb ist es ratsam, seinen Antrag möglichst am Anfang eines Jahres zu stellen.
 
Wichtig ist, dass Sie die Baumaßnahmen erst nach der Bewilligung von beantragten Zuschüssen / Krediten beginnen sollten.
 

Wohneigentumsprogramm

Neben der speziellen Förderung des barrierefreien Bauens über das Modernisierungsprogramm wird auch die Bildung von Wohneigentum unterstützt.
Die Wohnungsbauförderung fördert besonders Haushalte mit mittlerem Einkommen und benachteiligte Personenkreise, die sonst keine Möglichkeit hätten, eigenen Wohnraum zu realisieren.
Die Förderung erfolgt durch die Bereitstellung eines Zinsgarantiedarlehens im Hausbankenverfahren (Zinsverbilligung und Ausfallbürgschaft).
 
Der Umfang des Förderangebotes ist abhängig von der Haushaltsgröße, dem Haushaltseinkommen und dem Standort des Förderobjektes.
 
Für Haushaltsmitglieder mit Schwerbehinderung oder Pflegestufe I bis III gibt es einige Nachteilsausgleiche.
 
Bei der Berechnung im Wohneigentumsprogramm
  • wird das Grunddarlehen erhöht.
  • wird für bauliche Maßnahmen, die ein barrierefreies Wohnen ermöglichen, ein Zusatzdarlehen von 10.000 Euro ohne Kostennachweis gewährt. Der Betrag kann mehrfach in Anspruch genommen werden, wenn im Haushalt mehrere Menschen mit Schwerbehinderung oder der Pflegestufe I bis III leben.
  • gelten bei der Berechnung der Einkommensgrenzen (§ 24 WoFG) höhere Frei- und Abzugsbeträge.
  • wird die zu erbringende Eigenleistung reduziert.
 
NEU: Förderung von Wohngruppen
Das Land Rheinland-Pfalz erweitert sein Förderangebot ab 2012 um ein neues Programm "Förderung von Wohngruppen".
 
Mit diesem Modellprojekt sollen Wohnformen, die ein gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Wohnen auch in ambulant betreuten Wohngruppen ermöglichen, gezielt unterstützt werden.
 
Investoren können Fördermittel beantragen, wenn sie Mietwohneinheiten zur Einrichtung von Wohngruppen und Wohngemeinschaften für
  • ältere Menschen mit Pflegebedarf,
  • volljährige Menschen mit Behinderung oder
  • pflegebedürftige volljährige Menschen mit Unterstützungsbedarf
schaffen und diese preisgünstig zur Verfügung stellen.
 
Standort
Beratungsstelle für Behinderte
Benzinoring 1
Rathaus Nord, Gebäude C, 4. OG
67657 Kaiserslautern
  • 0631 365 - 2259
Standort
Beratungsstelle für Behinderte
Benzinoring 1
Rathaus Nord, Gebäude C, 4. OG
67657 Kaiserslautern
  • 0631 365 - 2259