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    23. Apr. 2019
Innenaufnahme des Theodor-Zink-Museums
„Blaudes – Tanzen gegen Rassismus und Vergessen“

Tanzprojekt als Entree in die Ausstellung „Gesichter des Widerstands“ im Wadgasserhof

Eine etwas andere Einführung erhielten die Schülerinnen und Schüler der 10 e des Burggymnasiums in Kaiserslautern mit ihrem Lehrer Daniele Agnetta, als sie am Donnerstag, 07. März 2013, die Ausstellung „Gesichter des Widerstands“ im Wadgasserhof des Theodor-Zink-Museums besuchten. Denn statt der sonst üblichen erläuternden Worte erwartete sie Tanz: Inmitten der Ausstellung über den Widerstand der Gruppe „Weiße Rose“ gegen das totalitäre NS-Regime folgten die Schülerinnen und Schüler aufmerksam dem Film „Blaudes – Tanzen gegen Rassismus und das Vergessen!“ Schülergruppen aus Ludwigshafen hatten zuvor ihre Empfindungen angesichts der Gräueltaten während der NS-Zeit in Tanz geformt und filmisch festgehalten. Die Lauterer Schülerinnen und Schüler erfassten sofort die Gefühle, die da sich im Tanz ausdrückten: „Scham über das, was geschah“. So diente das Tanzprojekt als Brücke zu den Beweggründen des Freundeskreises um die Geschwister Scholl, die mit Flugblättern gegen die Propaganda der Nazi-Regierung anzugehen versuchten und dies zum Teil mit dem Tod bezahlten. Aufmerksam lasen die Jugendlichen die diversen Schautafeln der Ausstellung, die unter anderem den Bezug der Weißen Rose zur Pfalz veranschaulichen. Auch die Briefe Marie Herbigs an die Reichskulturkammer, in denen sie sich gegen die Zerstörung jüdischen Besitzes während des Novemberpogroms 1938 wandte, zogen das Interesse der Jugendlichen auf sich, ebenso wie die ausgestellte Original-Akte der Gestapo über die Lauterer Künstlerin.

Das Tanzprojekt „Blaudes“ ist ein Projekt des Dokumentations- und Kulturzentrums Deutscher Sinti und Roma (Heidelberg) in Kooperation mit der medien+bildung.comgGmbH (Ludwigshafen).

Die Ausstellung „Gesichter des Widerstandes“ in München und Kaiserslautern - zur Erinnerung an die Widerstandsgruppe Weiße Rose und die Protestschreiben der Lautrer Künstlerin Marie Herbig“ ist noch bis 10. April 2013 im Wadgasserhof des Theodor-Zink-Museums zu sehen.