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Netzwerktreffen zur Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme
Das Nationale Kompetenznetzwerk für nachhaltige Mobilität (NaKoMo) trifft sich im Rahmen des Förderprogramms „Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme“ des Bundesministeriums für Verkehr regelmäßig zum Wissenstransfer und wechselseitigen Austausch zwischen den teilnehmenden Kommunen. Aus diesem Anlass fand am Mittwoch, 7. Oktober 2026, ein ganztägiger Workshop beim Fraunhofer-Institut in Kaiserslautern statt. Der Titel der Veranstaltung lautete: „Wie KI und C-ITS die Grenzen des Machbaren im Verkehrsmanagement neu definieren“. Mit Projekten zu intelligenten Verkehrssystemen, die verschiedene Kooperationspartner entworfen haben und kontinuierlich weiterentwickeln, nimmt die Stadt Kaiserslautern hierbei deutschlandweit eine Vorreiterrolle ein.
Beigeordneter Manuel Steinbrenner hieß die Workshop-Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland am Mittwoch herzlich willkommen in Kaiserslautern. „Künstliche Intelligenz, kooperative Assistenzsysteme und moderne Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur eröffnen uns neue Möglichkeiten für unsere Mobilität und unser Verkehrsmanagement“, so Steinbrenner. Kaiserslautern biete dafür sehr gute Voraussetzungen. „Bei uns treffen Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und kommunale Praxis auf engem Raum zusammen – auf der Suche nach gemeinsamen Lösungen für die Mobilität von morgen.“
Das zeigte sich auch in den Fachvorträgen. So referierten das Fraunhofer IESE über den „strategischen Einsatz von KI in der Mobilität“, die Stadtverwaltung Kaiserslautern über das Projekt KIMONO I und der Fachbereich Mechatronik der RPTU Kaiserslautern-Landau über das Projekt AORTA.
Mit KIMONO I setzt die Stadt Kaiserslautern als eine der ersten Kommunen Deutschlands künstliche Intelligenz für ein modernes Verkehrsmanagement ein. Dabei werden unter anderem Lichtsignalanlagen mit C-ITS (Cooperative Intelligent Transport Systems, dt. kooperative intelligente Verkehrssysteme) ausgerüstet. Basierend auf Algorithmen künstlicher Intelligenz (KI) entsteht so ein multimodales (MO) Verkehrsleitsystem zur Reduktion von Emissionen wie beispielsweise Stickoxiden (NO). Das Projekt hat auf mehreren Ebenen Pilotcharakter. Nach der fertiggestellten Ausrüstung zum Jahresende 2026 entsteht damit das zurzeit größte zusammenhängende Netz an Ampelanlagen, das über eine KI-basierte Steuerung verfügt.
Im Projekt AORTA, welches ein Forschungsvorhaben des Fachbereichs Mechatronik der RPTU Kaiserslautern ist und mit Unterstützung des Tiefbaureferats der Stadtverwaltung umgesetzt wurde, geht es darum, wie Einsatzfahrzeuge in Notsituationen schneller ans Ziel kommen. Dabei könnte eine automatisierte Unterstützung bei der Bildung einer Rettungsgasse helfen. Aus technischen Möglichkeiten entstehen somit ganz konkrete Anwendungen, die städtische Infrastrukturprojekte sinnstiftend mit Forschungsvorhaben verbinden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops durften auch direkt an der Textstrecke vor Ort erleben, wie ein umgerüsteter Bus der SWK mit Unterstützung von Yunex Traffic sowie ein mit besonderer Sensorik ausgestattetes Fahrzeug der RPTU mit einer Ampelanlage kommunizierten. Beim abschließenden Austausch bot sich die Möglichkeit, konkrete Erfahrungen zu diskutieren und offen über Herausforderungen zu sprechen.
Seitens des Projektträgers waren sowohl die TÜV Rheinland Forschungs- und Innovationsmanagement GmbH als auch die VDI / VDE Innovation + Technik GmbH vor Ort. Beigeordneter Manuel Steinbrenner dankte für die Organisation des Workshops sowie allen, die ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbrachten. „Ich hoffe, dass Sie viele neue Eindrücke mitnehmen und vielleicht auch die eine oder andere Idee entsteht, die wir gemeinsam weiterverfolgen können“, so der Verkehrsdezernent. Die Stadtverwaltung sei dankbar für die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut, der RPTU, der SWK, Yunex Traffic und weiteren Beteiligten. Mit dem KIMONO-Projektprogramm begegne die Stadtverwaltung der spannenden Aufgabe, die bestehende Infrastruktur zu digitalisieren und moderne Technologien einzuführen. Damit wolle man nicht nur Problemstellen angehen, sondern die Stadt auch für zukünftige Herausforderungen fit machen.
Autor/in: Pressestelle
Kaiserslautern, 12.10.2026