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    23. Okt 2019
Kaiserslautern von oben
Aktives Stadtzentrum Kaiserslautern

In seiner Sitzung am 11.04.2011 hat der Stadtrat das Städtebauliche Entwicklungskonzept für das Stadtumbaugebiet „Aktives Stadtzentrum Kaiserslautern“ als eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der Stadtmitte Kaiserslauterns beschlossen. Mit Unterstützung aus dem Bund-Länder-Programm „Aktive Stadtzentren“ sollen hierbei städtebauliche Maßnahmen in, von Funktionsverlusten bedrohten, zentralen Versorgungsbereichen unterstützt werden, die als Standorte für Wirtschaft und Kultur sowie als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben erhalten und entwickelt werden sollen.

Programm: Aktives Orts- und Stadtteilzentren (STZ)
Lage: Das Gebiet umfasst die Kernstadt Kaiserslauterns mit der Fußgängerzone, das Umfeld der Eisenbahnstraße, der Mühlstraße und der Richard-Wagner-Straße als wichtige Einkaufsbereiche der Stadt sowie daran angrenzende Wohn- und Mischgebietsflächen.
Gebietsgröße: 76,2 Hektar
Verfahren: Stadtumbaugebiet nach § 171b Baugesetzbuch
Stand: Maßnahme läuft seit dem Jahr 2008

 

Das Gebiet „Aktives Stadtzentrum Kaiserslautern“ mit einer Fläche von ca. 76 Hektar, wurde im Oktober 2008 durch das Ministerium des Innern und für Sport als „Startergemeinde“ in das Förderprogramm „Aktive Stadtzentren“ aufgenommen. Die Bewerbung der Stadt Kaiserslautern zeigt laut Schreiben des Ministeriums des Innern und für Sport, dass die Innenstadt der Westpfalzmetropole gut in das Programmprofil passt.

Auszug aus dem Stadtplan - der Geltungsbereich des Gebietes ist schwarz markiert hervorgehoben
Gebietsabgrenzung Stadtumbaugebiet 'Aktives Stadtzentrum Kaiserslautern' © Stadt Kaiserslautern

Konkret geht es um Maßnahmen zu den Themenfeldern "Aufwertung des öffentlichen Raumes", "Stadtbildgestaltung", "Stadtmarketing" und "Citymanagement". Diese ermöglichen es, eine attraktive und aktive Innenstadt für die Bewohnerinnen und Bewohner, Nutzerinnen und Nutzer auch mittel- bis langfristig zu erreichen. Im Zuge des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels ist es dringend erforderlich, dass sich die zentralen Bereiche in den Innenstädten immer wieder auf veränderte Anforderungen einstellen.

Um das grundsätzliche Ziel einer hohen und nachhaltigen Qualität der Innenstadt Kaiserslauterns im Sinne des Programms „Aktives Stadtzentrum“ umzusetzen, bedarf es eines ganzheitlichen Ansatzes bzw. einer Strategie, die als inhaltlicher und zeitlicher „roter Faden“ für die Umsetzung der Ziele durch entsprechende Maßnahmen dient und zur Schaffung einer starken urbanen Mitte der Stadt beiträgt.

Die stadtbildgestalterischen und funktionsstabilisierenden Maßnahmen sollen innerhalb des Förderzeitraums von 12 Jahren umgesetzt werden. Sie sollen es ermöglichen, der Stadt Kaiserslautern eine unverwechselbare Identität zu geben.

 

Im Vordergrund der Umsetzungsstrategie des Stadtumbauprozesses steht dabei das Leitprojekt „Neue Mitte Kaiserslautern“, das den höchsten Stellenwert für die weitere Entwicklung der Innenstadt von Kaiserslautern und damit natürlich auch besonders zielführende Auswirkungen auf die Gesamtstadt hat. Dabei besteht hier der höchste Handlungsbedarf.

Es beinhaltet dabei unterschiedlichste, stadtprägende Maßnahmen wie:

  • Städtebauliche Neugestaltung/Bebauung des Bereichs „Altes Pfalztheater“
  • Verkehrliche Neugestaltung der Stadtmitte einschließlich zentralem ÖPNV-Umsteigepunkt sowie einer Verbesserung der Wegeverbindungen für Fußgänger- und Radverkehr
  • Umsetzung des Rahmenplans „Rathausumfeld - Casimirschloss - Kaiserpfalz“ als stadtgestalterisches Leuchtturmprojekt in der Stadtmitte
  • Neugestaltung Schillerplatz und angrenzender Flächen in der Fußgängerzone
  • Gestalterische und qualitative Aufwertung verschiedener Einzelbereiche und -objekte im Gebiet „Neue Stadtmitte“.

Mit der sukzessiven Umsetzung dieser Maßnahmen bietet das Leitprojekt alle Voraussetzungen und Potenziale für eine positive Neuausrichtung der Innenstadt.

 

 

Damit greifen im Stadtumbaugebiet „Aktives Stadtzentrum Kaiserslautern“ neben den gebietsunabhängigen Förderungen der sozialen Wohnraumförderung und den zinsgünstigen Krediten der Kfw-Förderbank nun auch die Fördermittel aus der Städtebauförderung.

 

 

In einer zweiten Hierarchieebene werden Impulsprojekte definiert, die entweder alleine aus sich heraus (räumlich/zeitlich) oder als Maßnahmenbündel, das sich aus verschiedenen Einzelmaßnahmen zusammensetzt, Impulswirkung entfalten. Ziel ist es dabei, positive Zeichen in der Innenstadtentwicklung zu setzen, um so Entwicklungsimpulse für andere inhaltliche oder räumliche Bereiche im Sinne eines „Schneeballeffekts“ zu initialisieren und die Entwicklung und Umsetzung weiterer Projekte und Maßnahmen anzustoßen. Dabei soll angestrebt werden, diese Impulsprojekte mit unterschiedlichen Akteurinnen/ Akteure zu besetzen (privat, öffentlich, PPP), um einen möglichst breiten Ansatz der Aktivierung von öffentlichem und privatem Engagement zu bewirken.

Als Impulsprojekte werden durch das „Städtebauliche Entwicklungskonzept“ benannt:

  • Unterstützung der privaten Instandsetzung und Modernisierung von Gebäuden. Hierbei sollte auch das Thema Klimaschutz und Energieeinsparung eine wichtige Rolle spielen, da es sich die Stadt Kaiserslautern zum Ziel gemacht hat, zu einer „Null-Emissions-Stadt“ zu werden;
  • Neugestaltung von Straßen und Plätzen;
  • Attraktivierung und Neugestaltung der Leitwege vom Bahnhof in die Stadtmitte.

 

Zur Verstärkung der durch die Einzelmaßnahmen angestrebten Entwicklungsimpulse sind folgende begleitende Initiativen sinnvoll:

  • Schaffung eines Citymanagements;
  • Stadtmarketing: Gemeinsame Außendarstellung;
  • Einrichtung von Verfügungsfonds / Akquirierung von privatem Kapital.
 

Die dritte Hierarchieebene bilden weitere Maßnahmen und sonstige Projekte, die zwar für die ganzheitliche Entwicklung der Innenstadt Bedeutung haben, jedoch in einem untergeordneten Sinne. Diese ordnen sich den unterschiedlichen Zielbereichen zu.

Wichtig bei der Umsetzung aller Maßnahmen ist es, eine Basis für Kommunikation und Informationsaustausch für alle beteiligten und interessierten Akteurinnen/ Akteure zu schaffen, die es ermöglicht, weitere Ideen zu sammeln, Projekte zu initiieren und Kooperationen anzustoßen, die auch als Diskussionsplattform dient, um Problemstellungen und Hindernisse zu lösen. Des Weiteren muss im gesamten weiteren Entwicklungsprozess das Ziel im Vordergrund stehen, ein hohes Maß privaten Engagements zu generieren.


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