Pressemitteilung vom 02.10.2026

JUZ setzt auf Beteiligung, Begegnung und neue Impulse

Beigeordnete Pfeiffer informierte sich beim „Tag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ über die Weiterentwicklung des Jugendzentrums

Die Kinder- und Jugendarbeit ist ständig in Bewegung – denn auch die Interessen und Bedürfnisse junger Menschen verändern sich. Das städtische Jugend- und Programmzentrum (JUZ) reagiert darauf und entwickelt seine Angebote und Strukturen kontinuierlich weiter. Beim bundesweiten „Tag der Offenen Kinder- und Jugendarbeit“ am Freitag, 25. September 2026, informierte sich Beigeordnete Anja Pfeiffer vor Ort über die Arbeit des JUZ und die geplanten Veränderungen.

„Das JUZ ist ein wichtiger Ort für junge Menschen in unserer Stadt. Hier können sie ihre Freizeit verbringen, sich ausprobieren, eigene Ideen einbringen und Unterstützung finden. Umso wichtiger ist es, dass sich das Angebot immer wieder an den tatsächlichen Bedürfnissen der Jugendlichen orientiert“, so Pfeiffer. „Mit der Weiterentwicklung des Konzeptes und der stärkeren Vernetzung mit den Stadtteilen wollen wir die Kinder- und Jugendarbeit in Kaiserslautern weiter stärken.“

Beim Besuch gab es vor dem JUZ in der Steinstraße 47 einen kleinen Stand mit frisch gebackenen Waffeln und Knobelspielen. Interessierte konnten sich außerdem von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durch die insgesamt 19 Räumlichkeiten des JUZ führen lassen. Auch die Streetwork, deren Büro sich im JUZ befindet, war vor Ort und stand als Ansprechpartner zur Verfügung.

Der Tag war zugleich der Abschluss des Kippen-Clean-Ups der Stadtbildpflege Kaiserslautern in Kooperation mit dem JUZ. An einem eigenen Stand konnten die fleißigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer die in der Innenstadt aufgesammelten Zigarettenkippen abgeben. Mit der Aktion wurde auf das unerlaubte Wegwerfen von Zigarettenabfällen und die dadurch entstehende Umweltbelastung sowie die mögliche Brandgefahr aufmerksam gemacht.

Die Offene Kinder- und Jugendarbeit ist ein niederschwelliges Angebot des JUZ und richtet sich an alle Jugendlichen der Stadt Kaiserslautern und ihrer Ortsbezirke. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können den Offenen Bereich während der regulären Öffnungszeiten ohne Anmeldung und kostenfrei besuchen und ihre Freizeit pädagogisch begleitet im JUZ verbringen. Dabei kommen die Besucherinnen und Besucher sowohl aus dem unmittelbaren Quartier als auch aus anderen Stadtteilen Kaiserslauterns. Durch die Nähe zu den Schulen der Innenstadt nutzen auch viele Schülerinnen und Schüler aus weiteren Stadtteilen das Angebot.

Mittelpunkt und Herzstück des Offenen Bereichs ist die Cafeteria. Sie kann während der Öffnungszeiten durchgehend genutzt werden und ist mit einer pädagogischen Fachkraft besetzt. Geöffnet ist sie montags von 13 bis 18.30 Uhr, dienstags und mittwochs von 13 bis 20 Uhr sowie donnerstags und freitags von 13 bis 18.30 Uhr. Zusätzlich finden verschiedene Angebote statt.

Die Jugendarbeit im JUZ umfasst die pädagogische Betreuung und Förderung junger Menschen in ihrer Freizeit. Ziel ist es, ihre persönliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu unterstützen. Das Angebot reicht von offenen Treffpunkten über kreative Workshops und sportliche Aktivitäten bis hin zu Bildungsangeboten und Beratungsmöglichkeiten. Dabei wird großer Wert auf Partizipation, Integration und die Förderung von Eigenverantwortung gelegt.

Das Jugendzentrum bietet einen geschützten Raum für Begegnung und Austausch sowie für die Entwicklung eigener Fähigkeiten und begleitet die Jugendlichen auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben. Ein besonderer Rückzugsort ist hierbei das Mädchen-Zimmer.

Die Kinder- und Jugendarbeit und damit auch das JUZ befinden sich in einem kontinuierlichen Entwicklungsprozess. Denn Interessen, Wünsche und Bedarfe von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verändern sich stetig. Für das JUZ bedeutet das, flexibel zu bleiben und die eigenen Angebote immer wieder auf den Prüfstand zu stellen. Das Konzept des JUZ wurde deshalb auf Grundlage der Ergebnisse der Jugendbedarfsanalyse weiterentwickelt und angepasst. Vorgesehen ist unter anderem, den Zugang zu den Jugendräumen barrierefreier zu gestalten, das Jugendparlament als Zentrum für Jugendpolitik im JUZ unterzubringen und lokale Akteure noch stärker als Kooperationspartner einzubinden.

Künftig soll der Schwerpunkt im JUZ gezielt auf der Kinder- und Jugendarbeit liegen. Um die Jugendräume barrierefreier zu gestalten und allen jungen Menschen einen Zugang zu ermöglichen, wurde bereits mit der räumlichen Umgestaltung begonnen. Dabei werden die Spielräume des Jugendtreffs im ersten Obergeschoss mit den Büro- und Gruppenräumen sowie der ehemaligen Schreinerei im Erdgeschoss getauscht.

Auch der geplante Einzug des Jugendparlamentes in die Räume des Jugendzentrums ist ein wichtiger Schritt. Er soll den Gedanken der Demokratieförderung bereits im Jugendalter weiter voranbringen und jungen Menschen zusätzliche Möglichkeiten geben, sich einzubringen und Jugendpolitik aktiv mitzugestalten.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit des JUZ ist die Vernetzung. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter engagieren sich bereits im gesellschaftlichen Leben der Stadt und tragen dazu bei, die Stadtteile aktiv mitzugestalten. Diese Netzwerke sollen künftig noch stärker ausgebaut werden.

Auch die Angebote für Kinder und Jugendliche in den Stadtteilen sowie die mobile Jugendarbeit mit dem Jugendmobil sollen erweitert werden. Das Jugendmobil ist seit Kurzem auch an einem Nachmittag im Stadtteil Erfenbach unterwegs. Weitere Jugendtreffs gibt es in der Geschwister-Scholl-Schule und in der Slevogtstraße, die Termine werden im November veröffentlicht. „Die aufsuchende Arbeit ist damit ein zentraler Bestandteil der Offenen Kinder- und Jugendarbeit des JUZ. Ziel ist es, junge Menschen nicht nur im Jugendzentrum zu erreichen, sondern auch direkt in ihren Stadtteilen und Lebenswelten“, freut sich Pfeiffer über die zukünftigen Entwicklungen.



Autor/in: Pressestelle

Kaiserslautern, 02.10.2026